Was beeinflusst die Einstellungen von Schülerinnen und Schülern zum Lernen mit digitalen Medien? Eine Analyse der Befragungen von PISA 2012 in der Schweiz

Dominik Petko, Andrea Cantieni und Doreen Prasse

Schülerinnen und Schüler sollen digitale Technologien in der Schule nicht nur als Lernwerkzeug kennenlernen, sondern idealerweise auch positive Einstellungen dazu entwickeln. In welchem Ausmass Schule hierzu tatsächlich einen Beitrag leistet, wird anhand der Schweizer Teilstichprobe der Schülerinnen- und Schülerbefragungen von PISA-Studie 2012 geprüft. Die Mehrebenenanalysen zeigen, dass insbesondere die häusliche Nutzung digitaler Medien für schulische Zwecke einen Zusammenhang mit den Einstellungen der Schülerinnen und Schüler hat, während die schulische Nutzung nur einen kleinen Effekt besitzt. Dieser Effekt kann unter Umständen mit der vergleichsweise seltenen schulischen Mediennutzung in der Schweiz erklärt werden. Im Sinne einer Chancengleichheit wird dafür plädiert, dass Schulen hier aktiver werden müssen.

Schlagworte: PISA, Large Scale Assessment, Computernutzung, Medien, Einstellungen, Überzeugungen