Ein theoretischer Bezugsrahmen für «Schulentwicklung»

Paul Reinbacher

Das Feld «Schulentwicklung» ist bestenfalls ein unübersichtliches Gebiet, schlimmstenfalls ein vermintes Gelände – beherrscht von induktiven Erfahrungen aus der Praxis und normativen Empfehlungen für die Praxis. Abgesehen von empirischen Generalisierungen und eklektizistischer Bricolage mit theoretischen Ansätzen handelt es sich um eine über weite Strecken theoriefreie Zone insofern, als ihr ein integrativer theoretischer Rahmen fehlt. Ein solcher wird hier in der Tradition von T. Parsons und H. Fend entwickelt, um (1.) die verschiedenen Elemente des schulischen Handelns in seiner individuellen und kollektiven Dimension zu integrieren, dabei (2.) die unterschiedlichen Ebenen dieses Handelns zu berücksichtigen und (3.) schulische Entwicklungsprozesse in gesellschaftliche Strukturzusammenhänge einzubetten.

Schlagworte: Schulentwicklung, Systemtheorie, Handlungstheorie, Talcott Parsons