In dieser Längsschnittstudie
wurde die Rolle beruflicher Interessenprofile für Leistungsentwicklungen
in zwei Kernfächern
der gymnasialen Oberstufe analysiert. Berufliche Interessen
wurden in Anlehnung an Holland (1997) erfasst und in Profilform
mit den Parametern Level sowie Things/People- und Data/Ideas-Orientierung
nach Prediger (1982) modelliert. Darüber hinaus wurden
mit dem fachspezifischen Selbstkonzept und dem Kursniveau weitere
für die Leistungsentwicklungen als bedeutsam angenommene
Variablen in den Analysen berücksichtigt und mediierende
Effekte beruflicher Interessenprofile untersucht. Es zeigte
sich ein positiver Effekt der Things/People-Dimension auf Leistungsentwicklungen
in Mathematik, aber wider Erwarten kein Effekt beruflicher
Interessenorientierungen auf die Entwicklung von Englischleistungen.
Für die Veränderung der Leistungen in beiden Fächern
resultierten die theoretisch erwartbaren direkten Effekte von
Selbstkonzept und Kursniveau. Im Fach Mathematik mediierten
berufliche Interessen die Effekte von Selbstkonzept und Kursniveau.
Ingesamt zeigten sich fachspezifische Unterschiede im Zusammenspiel
der Variablen, die weiterer Forschung bedürfen.
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