Der nationale Vergleich macht deutlich, dass Jugendliche im Kanton Tessin weniger
häufig eine berufliche Ausbildung nach der obligatorischen Schule wählen.
Der vorliegende Beitrag diskutiert eine Pilotstudie, die den Übergang von
der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II im Kanton Tessin beobachtet. Insbesondere
wird das Entscheidungsverhalten in Richtung duale Berufsbildung unter die Lupe
genommen.
Auf der Basis des Career Decision Difficulties Questionnaire wurden Berufswünsche
und -wahlen, Motive, Kriterien und Schwierigkeiten am Ende der vierten Oberstufe
bei 170 Schülerinnen und Schülern erhoben und erfasst. Zusätzlich
wurden die Eltern, die Berufsberater/innen, die Schulleiter/innen sowie die Lehrer/innen
befragt. Die Daten der Erhebungszeitpunkte (Ende der Oberstufe, sechs Monate
später) verweisen im schulischen Kontext auf etliche Interventionsmöglichkeiten
im Berufswahlprozess der Jugendlichen: dies sowohl auf organisational-institutioneller
wie auch auf inhaltlich-didaktischer Ebene.
|