15 Jahre lang standen
1471 Schulabgänger/innen des Jahrganges 1992 (50% mit
Sekundarabschluss) im Fokus einer Längsschnittstudie,
die 2007 abgeschlossen wurde. Ein wesentliches Ziel bestand
darin, Logiken und Strategien betreffend der Berufswahl und
des Berufseinstiegs zu erkennen und zu dokumentieren. Zusätzlich
wurden individuelle Entwicklungen im schulischen wie auch
im beruflichen Kontext nachgezeichnet und verfolgt.
Die Untersuchungsanlage ermöglichte eine intensive und nachhaltige Aufarbeitung
der Erhebungsdaten wie auch der breit gefächerten Untersuchungsthemen (Ausbildung,
Arbeit, Werte, kulturelle Aspekte, soziografische Dimensionen, Zufriedenheit
etc.). Die Längsschnittstudie brachte umfassende Daten und Informationen
zu Tage, welche in diversen Publikationen bereits dargelegt werden konnten.
Deutlich wurde, dass die heute über dreissigjährigen jungen Erwachsenen
mehrheitlich mit ihrem Leben zufrieden sind, unterstützt durch eine gute
Ausbildung und integriert in der Arbeitswelt. Familiäre und freundschaftliche
Beziehungen sind zentrale Werte, neben Freizeitbeschäftigungen und der Arbeit;
sie geben an, Vertrauen in die Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern, von Wissenschaftler/innen
und der Polizei zu haben; weniger stark in die Arbeit der Kirchen, politischer
Parteien sowie von Politikerinnen und Politikern.
Die Daten ergeben ein Bild einer Generation, deren individuelle Biografien nicht
immer linear verlaufen und durch Friktionen gekennzeichnet sind, ausgelöst
durch Wechsel in der Ausbildung, durch die Schwierigkeit eine erste Stelle zu
finden, durch Gehaltseinbussen oder durch falsche bzw. problematische Berufswahlentscheide.
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