Anhand des Jugend-Längsschnittdatensatzes
TREE auf der Basis der PISA-2000-Erhebung untersuchen wir
das Vorkommen, die Gründe und Auswirkungen von Berufswechseln
im Übergang
von der Lehre in den Arbeitsmarkt. Rund 9 Prozent der Lehrabsolventen,
welche ein Jahr nach Lehrabschluss erwerbstätig sind,
arbeiten in einem wesentlich anderen Beruf als dem erlernten.
Als wichtigste Einflussfaktoren auf diese Berufswechsel erweisen
sich die Charakteristika des erlernten Berufs, sowie wie
Anforderungsniveau und Arbeitslosigkeit im Beruf und die
Zufriedenheit mit der Ausbildung. Wenig Einfluss haben der
persönliche Hintergrund und die Fähigkeiten der
Absolvent/innen, gemessen an den Lehrabschlussnoten und den
PISA-Testscores.
Die Berufswechsler/innen verdienen im Schnitt
rund 5 Prozent weniger als jene, die auf dem erlernten Beruf
arbeiten. Dies weist darauf hin, dass in der beruflichen
Grundbildung eine Spezialisierung stattfindet; das erworbene
berufsspezifische Humankapital wird bei einer Tätigkeit
im erlernten Beruf vom Arbeitsmarkt vergütet. Allerdings
sind die Lohnwirkungen von Berufswechseln nicht einheitlich.
Im Schnitt verdienen Berufswechsler/innen zudem signifikant
mehr als Ungelernte. Vergleicht man dual und vollschulisch
ausgebildete Personen, zeigt sich bei letzteren ein generell
leicht tieferer Lohn sowie eine höhere Wahrscheinlichkeit,
den Beruf zu wechseln. Nach Berufswechseln zeigen sich für
die beiden Gruppen im Schnitt keine Lohnunterschiede mehr.
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