Die
vorliegende Studie untersucht Risikofaktoren für die
Viktimisierung durch Gleichaltrige. Es wird insbesondere untersucht,
ob der Einfluss von Risikofaktoren auf der Ebene des Kindes
(Verhaltensauffälligkeiten, verbale
Kompetenz) den Einfluss von familiären Risikofaktoren
(Familienklima, Bildungsstand der Eltern, Migrationshintergrund)
mediiert. Eltern und Lehrpersonen füllten Fragebogen aus;
mit den Kindern im Alter von 5 und 6 Jahren (N=163) wurden
das Berkeley Puppeninterview und ein Sprachtest durchgeführt.
Die Analysen zeigen, dass Risikofaktoren von Kind und Familie
unabhängig voneinander
wirken: Je mehr Verhaltensprobleme, je mehr emotionale Symptome
und je schwächer die verbalen Fertigkeiten des Kindes,
umso mehr Mobbingerfahrungen macht das Kind. Kinder aus bildungsfernen
Familien haben ein erhöhtes
Risiko Opfer zu werden. Pädagogische und klinische Implikationen
werden diskutiert. |