Übergänge
sind ein zentrales Merkmal des mitteleuropäischen Schulsystems
und sind wichtige Phasen für das Kind. Bei gegliederten
Schulsystemen wird der Eintritt in die Sekundarstufe I besonders
bedeutsam, weil mit der Zuweisung zu einem der Schultypen
implizit auch die Zuteilung von Bildungschancen verbunden
ist. Für die Zuweisung ist die Lehrerempfehlung ein
weitverbreitetes Kriterium. Dieser Beitrag untersucht, ob
sich die Determinanten der Lehrerempfehlung in sieben aufeinanderfolgenden
Jahrgängen unterscheiden und sich ein stabiles Modell
der Lehrerempfehlung erstellen lässt.
Die Daten stammen
von 5332 Schülerinnen und Schülern
des Übertrittsverfahrens von der Grundschule in die Sekundarschule
I der deutschsprachigen Schulen des Kantons Freiburg (Schweiz).
Unter Berücksichtigung der Schachtelung der Daten auf
Klassenebene wurde für sieben verschiedenen Jahre das
gleiche Modell spezifiziert. Die Modellierung der Lehrerempfehlung
erwies sich über die verschiedenen Jahrgänge hinweg
als statistisch nicht signifikant unterschiedlich, jedoch existieren
teilweise unterschiedliche Tendenzen der Gewichtung von Variablen.
Lehrpersonen achten stärker auf Leistungsstand- als auf
Leistungsprozessbeurteilungen, wobei Einschätzungen des
Leistungsstandes in Mathematik und Deutsch und der kognitiven
Fähigkeiten die am stärksten gewichteten Prädiktoren
sind.
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