Die Förderung
multipler Ziele im gymnasialen Unterricht. Erste exploratorische Befunde zur Implementation der Lernumgebung
APU
Die Ziele schulischen Unterrichts
weisen deutlich über die Vermittlung von Wissen hinaus.
Dennoch wird aus Forschung und Praxis immer wieder über
Probleme im Hinblick auf eine Vereinbarkeit kognitiver und
nichtkognitiver Ziele berichtet. Mit dem Konzept des anwendungs-
und problemorientierten Unterrichts (APU) wird ein multipler
Wirkungsanspruch für gymnasiale Lernumgebungen postuliert.
Das Modell wurde im Schuljahr 2006/07 in sieben schweizerischen
Gymnasien eingeführt. Die Implementation des Modells kann
angesichts der hier vorgelegten Befunde aus einer qualitativen
Lehrerbefragung (N = 11) und einer quantitativen Schülerbefragung
(N = 420) als überwiegend gelungen bezeichnet werden.
Kennzeichen eines veränderten Unterrichtsstils ist insbesondere
eine Ausweitung von schülerbasierten Lernaktivitäten.