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Die vorliegende Replik
entfaltet ihre Kritik und Gegenposition ausgehend von zwei
zentralen, in den Augen der Autorin jedoch unzutreffenden Argumentationen
Herzogs: Jener stellt in seinem Beitrag die Vorstellung von
Erziehung als Handwerk der Erziehung als industrielle Massenanfertigung
entgegen. In diesem Beitrag wird eine alternative Betrachtung
der zugrunde liegenden Normierungsfrage vorgeschlagen. Diese – für
die Schule alles andere als neue – Frage sollte, so der
Vorschlag, nicht apodiktisch, sondern nach Massgabe einer Balance
zwischen dem Anspruch der Gerechtigkeit und der Akzeptanz von
Differenz angegangen werden. Einhergehend mit der beklagten
Normierungstendenz sieht Herzog die Gefahr einer Deprofessionalisierung
des Lehrberufs. Dem wird ein gemessen am öffentlichen
Auftrag der Lehrpersonen realistisches und der Profession selbst
dienliches Berufsverständnis entgegengehalten. Basis der
der Lehrerschaft vom Autor zugesprochenen Autonomie wäre
hier nicht das von ihm eingeforderte Vertrauen der «Abnehmer» und «Auftraggeber»,
sondern die Idee der geteilten Verantwortung. |
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