Die jüngere Forschung zur Unterrichtsqualität im
Fremdsprachenbereich weist auf die Notwendigkeit hin, die fachübergreifenden
Qualitätsdimensionen des Unterrichts durch fachspezifische
Beschreibungsmodelle zu ergänzen. In der vorliegenden
Studie werden theoretische Annahmen über fachdidaktische
Determinanten von Leistung und Interesse im Fremdsprachenunterricht
anhand einer Stichprobe von 1 655 Achtklässlern aus den
drei Schweizer Kantonen Freiburg, Luzern und Wallis überprüft.
Auf faktorenanalytischem Wege konnten für das Fach Französisch
als Fremdsprache folgende fünf Faktoren extrahiert werden:
Gebrauch der französischen Sprache im Unterricht, Intensität
des Übens und Anwendens, Einbezug lebensweltlicher Materialien,
Vokabellernen und Kommunikation mit Fremdsprachigen. Mittels
anschliessender Mehrebenenanalysen konnte gezeigt werden, dass
der Gebrauch des Französischen und intensives Üben/Anwenden
statistisch signifikant mit einer günstigen Entwicklung
von Leistung und des Interesses im Verlaufe eines Jahres assoziiert
waren. Ohne Einfluss blieb das Lernen von Vokabeln. Erwartungswidrig
fand sich ein negativer Zusammenhang zwischen der Kommunikation
mit Fremdsprachigen und der Entwicklung von Interesse an der
betreffenden Sprache.
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