Das FörMig-Programm,
an dem 10 deutsche Bundesländer mit etwa 130 «Basis-einheiten» (Zusammenschlüsse
von Schulen, anderen Bildungseinrichtungen und Migrantenorganisationen
etc.) und 5000 Kinder mit Migrationshintergrund beteiligt
sind, besteht seit zwei Jahren. Kernanliegen ist die sprachliche
Förderung, verstanden als kumulativer Aufbau von bildungssprachlichen
Fähigkeiten, die eine wesentliche Voraussetzung für
schulischen Erfolg darstellen. Wachsen Kinder mit mehr als
einer Sprache auf, werden ihre sprachlichen Fähigkeiten
als Ressource aufgefasst. Zweitsprachliche und herkunftssprachliche
Kompetenz werden prinzipiell in die Sprachdiagnostik und
-förderung einbezogen. Der Beitrag stellt das Programm
in seinen Prinzipien vor und ordnet es in die aktuelle Forschungslandschaft
ein. Diese Prinzipien sind:
• Kooperative
Sprachförderung (Schule, Elternhaus, andere Bildungsträger)
• Sprachförderung
an biographischen Schnittstellen
• Auf Diagnoseergebnissen
aufbauende Förderung
Erste Ergebnisse der Evaluation und Möglichkeiten
des Transfers werden dargestellt.
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