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No Child Left Behind
(NCLB) ist ein neues Bundesgesetz in den U.S.A., das von den
Staaten, die Bundesmittel im Bildungsbereich beantragen wollen,
verlangt, die Standards auf dem Gebiet der Schulkompetenzen
festzulegen; die Bewertungen zu definieren, um die in Bezug
auf die Standards gemachten Fortschritte zu messen, sowie Bezirke
und Schulen in Bezug auf die Ergebnisse zur Verantwortung zu
ziehen. Das Wecken des Verantwortungsbewusstseins (Accountability)
durch strenge standardisierte Tests stellt die letzte Phase
der Entwicklung eines langen Weges in Richtung einer auf Standards
basierenden Reform der amerikanischen Bildungspolitik dar. Ein
Reformprozess, der sowohl auf die Unterstützung der Mehrheits-
als auch der Oppositionsparteien rechnen konnte. Er nimmt feste
Form in einem Kontext an, wo früher das System nur sehr
lose verknüpft war, wo es nur lückenhafte Kontrollen
durch die Behörden gab und keine landeseinheitliche Bewertung
vorgesehen war. NCLB muß sich mit vier verschiedenen Problemen
auseinandersetzen, die jedes Bewertungs- und Prüfungssystem
anpacken muß. Das heißt, hohe Standards festlegen;
genaue Ziele für die Bewertung des Fortschritts vorgeben;
die Beschränkung der Standardtests auf nur zwei Fächer
akzeptieren als Preis für die Sicherung von spezifischen
Standards; ferner versucht es (wenn auch mit wenig Erfolg) die
Mechanismen zu identifizieren, welche Chancengleichheit gewährleisten
sollen, die geforderten Standards zu erreichen. Dank diesem
Vorgehen war es dem NCLB Gesetz möglich, die Aufmerksamkeit
der Erziehungsverantwortlichen zu gewinnen, aber auch die Lehrer
und die Studenten anzuspornen, sich zu verbessern. Jedoch führt
dieses Gesetz auch zu unverhältnismäßigen Sanktionen
für diejenigen Schulen, die bereits eine benachteiligte
Bevölkerung haben; es trifft keine Differenzierung zwischen
effizienten und nichteffizienten Schulen und legt einen unrealistischen
Zeitrahmen fest, um zum Erfolg zu gelangen. |
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