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Welche Lehrstoffe unterrichtet
man gegenwärtig im Fach Geografie und wie geht man hier
unterrichtlich vor? Obgleich man eigentlich eine sehr grosse
unterrichtspraktische Vielfalt erwarten könnte, fördert
die Analyse von halbdirektiven Interviews, die im Jahre 2001
mit sechs Französischwalliser Lehrpersonen der fünften
und sechsten Primarklasse durchgeführt wurden, die Existenz
von relativ fest etablierten unterrichtlichen Gewohnheiten zutage.
Im Allgemeinen ist es ein verbessertes frontalunterrichtliches
Vorgehen, das realisiert wird; das Wissen wird den Kindern gegenüber
mehr oder weniger ausführlich verdeutlicht, bevor es institutionalisiert
wird; die beschreibenden inhaltlichen Kenntnisse werden gegenüber
dem praktischen Können und der Entwicklung von generellen
intellektuellen Fähigkeiten bevorzugt, obschon man natürlich
Letztere ebenfalls weiterentwickeln möchte; alle diese
unterrichtspraktischen Gewohnheiten sind an eine bestimmte Vorstellung
von Evaluation gebunden. Die disziplinären Traditionen
werden in der vorliegenden Arbeit anhand der «mondes d’éducation»
(nach Chatel), einem theoretischen Analyseinstrumentarium von
einigen möglichen Erziehungskulturen untersucht, die sich
im Schulzimmer im Zusammenspiel zwischen Lehrperson, Schülerinnen/Schülern
und dem Wissen ergeben können. |
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