about abstracts notes editor contact
 
logo
 
»3/2004
26. Jahrgang
Thema
Fremdsprachenlern- und –lehrfoschung in der Schweiz: Innovationen in guter Begleitung
Claudine Brohy
Mehrsprachiger Unterricht in der Schweiz: von der Schulentwicklung zum Alltag
  Der institutionelle Diskurs zum mehrsprachigen Unterricht ist in der Schweiz relativ jung, er entwickelte sich während der 1980er-Jahre, auch wenn es gewisse Formen mehrsprachigen Unterrichts schon viel länger gibt. Heute existiert eine grosse Vielfalt von Modellen, in Bezug auf den Beginn des mehrsprachigen Unterrichts, den zeitlichen Aufwand in der L2 oder L3, eine obligatorische oder fakultative Teilnahme, oder die Zielsprachen. Die späten Modelle werden weniger kontrovers diskutiert und weniger häufig in Frage gestellt; sie werden eher mit Professionalisierung in Zusammenhang gebracht, welche die Kultur und Identität der Studierenden nicht mehr tangiert. Einerseits ist die Evaluation der Sprach- und Fachkompetenzen wichtig, anderseits lässt die Beobachtung der plurilingualen Praxis, des Wissenserwerbs und der Entwicklung der Interimsprache wichtige Schlüsse zu. Evaluationen und Begleitforschung haben gezeigt, dass eine gute Vorbereitung der Projekte Massnahmen zur Sicherung der Nachhaltigkeit, eine breite Akzeptanz und eine adäquate Ausbildung der Unterrichtenden unabdingbar sind.
  top
 
     
     
    © 2003 SZBW RSSE