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Thema
Bildungspolitische
Analysen |
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Jean-Louis
Derouet
Dekonzentration,
Dezentralisation und Schulautonomie in Frankreich (1981-2003).
Von der Erneuerung der Chancengerechtigkeit zum Management der
Organisationen |
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Frankreich erlebte zwischen
1981 und 2003 eine kopernikanische Wende in der Konzeption der
Bildungspolitik. Die Konzeption, in der Gerechtigkeit und Wirksamkeit
durch Zentralisation, ja durch Standardisierung des Systems
hergestellt werden sollte, wurde zugunsten einer anderen aufgegeben,
die auf lokalen Spezifitäten und der Schulautonomie basiert.
Der vorliegende Beitrag analysiert die Schaffung dieses neuen
Referenzrahmens. Es ist sicher keine reine Rhetorik, dass die
alte Kultur sehr stark geblieben ist. Aber wie gross ist ihr
Einfluss noch, und welches sind die Wirkungen des neuen Referenzrahmens?
Verschiedene Indikatoren zeigen, dass die Ungleichheiten zwischen
den Schulen grösser werden. Ist das eine Konsequenz dieser
neuen Politik? Es drängt sich auch ein Nachdenken über
den Bedeutungswandel auf: Anfangs der 1980er-Jahre wurde die
Schulautonomie als Möglichkeit präsentiert, das Versprechen
des Wohlfahrtsstaates auf Chancengerechtigkeit besser realisieren
zu können. Am Ende der 1990er-Jahre erscheint sie als Grundlage
einer Managementmethode, die sich an den Methoden orientiert,
mit denen es dem Kapitalismus möglich war, die Krise von
1973 zu überwinden: mit dezentralen Einheiten, einer lokalen
Verwaltungsregulierung und einer Organisationsstruktur, die
sich an internationalen Qualitätsnormen orientiert. |
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