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In der französichsprachigen
Schweiz wurden die ersten privaten fröbelschen Kindergärten
anfangs der 1860er-Jahre in Lausanne, Genf und Neuenburg gegründet.
Im Gegensatz zur Deutschschweiz hat sich in diesem Landesteil
nicht der Kindergarten als Hauptform der Vorschulerzeihung entwickelt,
sondern die écoles enfantines , die ab 1870 allmählich
ins staatliche Schulsystem eingegliedert wurden. Die fröbelsche
Methode wurde jedoch die Referenz in der Pädagogik der
écoles enfantines bis zum Ersten Weltkrieg, stand aber
zugleich auch im Dienste schulischen Lernens. Handelt es sich
da um eine «Instrumentalisierung» der Ideen Fröbels,
der eine «Verschulung» des Kindergartens ablehnte
? Wenn ja, warum? Welches waren die Gründe des «Erfolgs»
der fröbelschen Kleinkinderpädagogik in der französischsprachigen
Schweiz? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt eines laufenden
Forschungsprojekts, aus dem erste Resultate hier vorgestellt
werden. |
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