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»2/2003
25. Jahrgang
Thema
Kleinkinder- und Vorschulbildung: Praktiken und Ziele
Anne-Marie Munch und Maria-Luisa Schubauer-Leoni
Vergleichende Studie über eine Aufgabe, realisiert mit Kindern im Alter von 4 Jahren in Krippe und Kindergarten in Genf
  Dieser Beitrag aus dem Bereich der vergleichenden Didaktik basiert auf dem Konzept des contrat didactique und dessen topogenetischen, chronogenetischen und mesogenetischen Dimensionen. Diese theoretischen Instrumente werden üblicherweise angewandt, um das Verhalten von Kindern im Schulalter zu verstehen. In dieser Studie werden sie versuchsweise zur Analyse des Verhaltens von Vorschulkindern angewendet. Die Studie basiert auf einer von verschiedenen Lehrern entwickelten Aufgabe, welche Kindern im Alter von 4 Jahren zur Lösung gegeben werden soll. Die Aufgabe wird auf zwei Ebenen angewandt: im schulischen Kontext (Kindergarten) und vorschulischen Kontext (Krippe). Das Ziel ist der Vergleich der Resultate der Aufgabe in zwei verschiedenen Institutionen, welche aber beide Kinder im Alter von 4 Jahren aufnehmen. Die Analyse konzentriert sich auf eine Problemstellung, welche bereits im Voraus festgelegt wurde: die Problemlösungsstrategie der erwachsenen Personen (Lehrerin versus Erzieherin), mit denen sie die anstehenden Probleme angehen. Es zeigte sich, dass die Problemlösungsstrategien sich als unterschiedlich erwiesen und jeweils dem spezifischen didaktischen Kontext angepasst wurde.
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