| |
Dieser Beitrag verfolgt
eine doppelte Zielsetzung: aufzuzeigen, welche Art von Lernsituationen
die französischen Kindergarten-Lehrkräfte mit den
Morgenritualen schaffen, um das Lernen der Kinder anzuregen,
sowie zu zeigen, dass diese spezifischen Unterrichtssituationen
mit Konzepten, die der Mathematikdidaktik entstammen, insbesondere
jenem des Lernmilieus, analysiert werden können. Die Morgenrituale
im Kindergarten erlauben es Lehrpersonen und Kindern, gemeinsam
Lernsituatioen aufzubauen, indem durch die Dialektik von Bekanntem
und Neuem eine stabile Situation geschaffen wird. In diesem
Rahmen lernen die Kinder zwar nicht Lesen und Rechnen, aber
sie lernen die Funktion und den Wert der Kulturtechniken kennen,
bevor sie sich diese in der Primarschule aneignen |
|