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Das Ziel der vorliegenden
Studie ist es, eine Bestandesaufnahme der Helden und Heldinnen
in der neuesten, während eines ganzen Jahres in französischer
Sprache veröffentlichten Kinderliteratur vorzunehmen. Diese
Bestandesaufnahme zeigt viele eindrückliche Unterschiede
in Bezug auf die Hauptfiguren beider Geschlechter auf. Fast
systematisch ist die Zahl der Helden grösser als diejenige
der Heldinnen; dennoch beeinflussen Natur und Alter dieser Figuren
sowie das Geschlecht der Autoren und das Alter der Kinder, an
welche die Bücher gerichtet sind, die beobachteten Abweichungen.
Die grössten Ungleichheiten werden bei Tierhauptfiguren,
die mit menschlichen Eigenschaften versehen sind, und bei erwachsenen
Hauptpersonen festgestellt. Die Bücher, die für kleine
Kinder bestimmt sind, enthalten das grösste Ungleichgewicht
zwischen Helden und Heldinnen ; sie stammen hauptsächlich
von männlichen Autoren. Die erzielten Resultate sind verbleichbar
mit jenen der neuesten angelsächsischen Kinder-
literatur. Die vielfältigen Auswirkungen der Unterrepräsentation
der weiblichen Hauptfiguren, sowie deren geringere Wertung,
werden diskutiert. |
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