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Der Situationsbegriff spielt
in der aktuellen Lehr-Lern-Forschung eine bemerkenswerte Rolle.
Damit soll die Aufmerksamkeit in spezifischer Weise auf die
Tatsache gelenkt werden, dass menschliches Lernen stets unter
konkreten Umweltbedingungen stattfindet und dass die Qualität
der Resultate menschlichen Lernens unter anderem von der Qualität
der jeweiligen Lernumgebung abhängt.
Die hohe Plausibilität dieser Feststellung begünstigt
die Vernachlässigung der Frage, wieweit die jeweilige Lernumgebung
lehr-lern-theoretisch nicht nur eine unabhängige, sondern
auch und vor allem eine (von Lernen) abhängige Variable
ist: Das als "Situation" Gekennzeichnete ist keine
Tatsache im physikalischen Sinn, sondern Resultat einer Tatsacheninterpretation,
also ein theoretisches Konstrukt. Das gilt auch für die
lehr-lern-theoretisch postulierten (Qualitäts-) Merkmale
der Situation; das sind im besonderen die Authentizität
und die Komplexität wünschenswerter Lernumgebungen.
Der folgende Beitrag bezweckt den Versuch, zur methodischen
Klärung der Konzeption «Situiertes Lernen»
beizutragen. |
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