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Der Artikel beschreibt
die Geschichte der Forderung nach schulischer Chancengleichheit
im Genfer Parlament zwischen 1885 und 1977. Zunächst gewinnt
im Hinblick auf die Erleichterung des Zugangs zur höheren
Bildung für die Kinder aus benachteiligten Sozialschichten
ein demokratisches Bewusstsein Oberhand, das aber im Zusammenhang
mit dem Zugang zu den freien Berufen bald mit einem kämpferischen
Malthusianismus kombiniert wird.
Hauptsächlich die sozialdemokratische
Partei kämpfte für die Einführung der Einheitsschule,
von der sie eine grundlegende Veränderung der sozialen
Zusammensetzung der Eliten erwartete. Der Verlauf dieses Kampfes
änderte sich, als die Experten der Mehrheit des Parlamentes
zeigten, dass die Genfer Schule nicht so demokratisch sei,
wie sie glaubte zu sein, und vor allem als der besagte Malthusianismus
einen laut beklagten Nachwuchsmangel erzeugte. Die Rechte
und die politische Mitte setzten nun um, was die Linke sich
erhoffte, aber mit vollständig anderen Motiven. Der Kampf
um die Egalisierung der Chancen auf Schulerfolg trat so ins
Zeitalter der Zweideutigkeiten ein. |
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