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Thema
Lernen im Dialog |
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Ursula M. Staudinger,
Markus Joos "Interactive
minds" Ein Paradigma zur Erforschung der sozial-interaktiven
Natur menschlicher Kognitionen und ihrer lebenslangen Entwicklung
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Nach einem kurzen Überblick
über historische sowie aktuelle Entwicklungen in der Forschung
zur sozial -interaktiven Natur von Kognitionen, wird eine Definition
des "interactive minds" Paradigmas vorgestellt. In
mindestens dreierlei Hinsicht sind Kognitionen von Natur aus
sozial interaktiv: (a) in ihrer kulturellen Evolution und ihrer
Ontogenese (b) in ihrer Aktivierung und Anwendung (c) und in
ihrer Bewertung. Aber ist es immer wahr, daß zwei Köpfe
besser sind als einer? Ein empirisches "interactive minds"
Paradigma wurde entwickelt und beispielhaft im Bereich des weisheitsbezogenen
Wissens überprüft. Fünf Versuchsbedingungen,
die sich im Verhältnis von individueller und interaktiver
Kognitionen sowie ihrer ökologischen Relevanz unterschieden,
wurden entwickelt. Die Ergebnisse zeigten, daß die Bedingung,
die aus einer Kombination sowohl individueller als auch interaktiver
Kognitionen bestand, am förderlichsten für die Aktivierung
weisheitsbezogenen Wissens und Urteilens war. Es scheint, daß
nicht jede interaktive Kognition förderlich ist, sondern
eher eine sequentielle Kombination von sowohl individuellen
als auch interaktiven Kognitionen. |
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